Gokarna
12. Dezember 2012
Nach einem anstrengenden Reisetag sind wir recht müde in Gokarna angekommen. Vom Bahnhof aus ging es mit einem TukTuk zum 10km entfernten Kuddle Beach, wobei wir den letzten Kilometer über einen abenteuerlichen Weg im Dunkeln zum Strand absteigen mussten. Die Strände in Gokarna sind auch recht schön, aber noch nicht so touristisch wie in Goa. Trotzdem fanden wir die ersten zwei Tage relativ seltsam am Strand in Indien zu sein, weg von dem ganzen Lärm und Chaos und haben das indische Leben ehr vermisst. Nachdem wir allerdings ein paar Mal im Meer baden waren und ein kühles Bier an der Strandbar genossen, sind wir doch letztendlich eine Woche hier hängengeblieben. Das man sich in Indien befindet, vergisst man allerdings nicht so schnell, da am Strand immer eine Kuhherde zu finden ist, keine Ahnung was die da zu fressen finden. Jedenfalls findet die Kuhscheisse auch hier ihre Verwendung. Unser Dienstmädchen hat in einem Eimer aus dem Dung und Wasser mit der Hand eine Brühe angerührt und diese dann vor allen Bungaloweingängen auf dem Boden verteilt. Dies glättet zum einen den Weg, doch hauptsächlich dient es wohl dazu, Schlangen abzuhalten.
Gokarna an sich ist zwar eigentlich auch ein Pilgerort mit ein paar Tempeln jedoch nicht sehr spannend und wir waren nur einmal im Ort. An dem Abend gab es eine grosse Zeremonie und um das grosse Wasserbecken herum wurden tausende und abertausende von Kerzen aufgestellt und angezündet. Der Umzug wurde mit einem grossen Feuerwerk aus der Mitte des Wasserbeckens gekrönt.
Nach einigen Tagen des chillens waren wir ausgeruht genug für etwas Aktivität. So sind wir früh morgens mit dem Local-Bus mit ein paar Mal Umsteigen bis zu den Jog Falls gefahren den höchsten Wasserfällen Indiens. Von oben geht es 1470 steile Stufen nach unten, dort über steinige kleine Flüsschen bis direkt unter den Wasserfall. Nach einer feuchten Erfrischungs-Priese alles wieder hoch und zum Glück stehen alle paar hundert Stufen Getränkeverkäufer, den bei der Hitze ist das echt brutal anstrengend. Zurück in Gokarna auf halbem Weg zwischen dem Ort und unserem 3km entfernten Kuddle Beach sind wir mal wieder in das kleine Familien-Restaurant “Half-Way“ eingekehrt wo es da wohl beste Thali Südindiens gibt für unschlagbare 70 Rupien (1 Euro).
Sonst hielten sich die Aktivitäten in Grenzen und beschränken sich auf Schwimmen, Lesen, Sonnen, Essen, Bier trinken oder auch mal einen kurzen Abstecher zum OM-Beach unserem Nachbarstrand. Nach 7 Tagen Backpacker-Strandurlaub wollten wir weiterreisen – nur wohin? Goa oder Hampi? Wir haben das eine Münze entscheiden lassen und so sind wir am nächsten Morgen mit dem Bus weiter nach Hampi gefahren.
